Bildungsfahrt in den Vogelsberg: Was Direktvermarktung wirklich braucht

Drei Höfe, ein Tag, viele neue Kontakte: Was wir bei unserer Bildungsfahrt in den Vogelsberg über Direktvermarktung gelernt haben und welche Idee wir mit nach Schlüchtern nehmen.

Wir waren PLATZHALTER (Anzahl) LandFrauen aus dem Bezirk, dazu drei Schnuppergäste. Treffpunkt 7:30 Uhr Stadthalle Schlüchtern, Rückkehr kurz vor 19 Uhr. Was wir aus dem Vogelsberg mitgebracht haben, ist mehr als ein paar gute Apfelsorten.

Hofladen mit System

Erste Station: der Hof von PLATZHALTER (Familienname) in PLATZHALTER (Ort). Was uns überrascht hat: der Hofladen ist nicht das Geschäft, sondern die Visitenkarte. Das eigentliche Geschäft läuft über zwei Wochenmärkte und eine kleine Online-Bestellseite mit Liefertag dienstags.

PLATZHALTER (Vorname) Müller, die das Direktvermarktungs-Konzept vor sechs Jahren aufgebaut hat, hat es nüchtern gesagt: „Ohne digitale Bestellmöglichkeit hätten wir das nicht durchgehalten. Der Hofladen alleine trägt sich nicht.“

Was sie uns geraten hat:

  • Anfangen klein und ehrlich kalkulieren — nicht den Hofladen-Traum, sondern die Zahlen
  • Eine Sache richtig gut machen, statt zehn Sachen halbgar
  • Bestellsystem von Anfang an mitdenken, sonst wird es später eine Bremse
  • Lieferradius bewusst klein halten

Streuobstwiese als Klassenzimmer

Mittags ging es zur Streuobstwiese der PLATZHALTER (Naturschutz-Initiative oder Landschaftspflegeverband). 40 historische Apfelsorten auf knapp drei Hektar, gepflegt von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Wir haben gelernt, warum so eine Wiese mehr ist als nur „alte Bäume“:

  • Lebensraum für Wildbienen, Vögel und Kleinsäuger
  • Genetische Vielfalt, die man sonst nirgendwo mehr findet
  • Mostobst, das zu Saft und Cidre verarbeitet wird
  • Ein Bildungsort, an dem Kinder verstehen, woher Obst kommt

Die ehrenamtliche Pflege ist organisiert wie bei uns die Ortsvereine: feste Termine, klare Aufgabenverteilung, gemeinsames Mittagessen danach. Das funktioniert.

Was wir nach Schlüchtern mitnehmen

Eine Idee hat uns auf der Rückfahrt nicht losgelassen. Bei uns im Bezirk gibt es einige Streuobstwiesen, die kaum noch gepflegt werden. PLATZHALTER (Vorname) aus dem Ortsverein PLATZHALTER hat vorgeschlagen, das beim nächsten Vorstandstreffen aufzugreifen.

Vielleicht entsteht daraus ein gemeinsames Projekt mit dem PLATZHALTER (Naturschutzverband Main-Kinzig oder ähnlich). Wir berichten, sobald es konkret wird.

Mitfahren beim nächsten Mal?

Die nächste Bildungsfahrt ist für PLATZHALTER (Termin Herbst 2026) geplant. Thema: PLATZHALTER. Anmeldungen laufen wie immer über die Vorsitzende Ihres Ortsvereins. Auch Nicht-Mitglieder können einmal mitfahren und reinschnuppern.